Wiesbaden (dinosaurier-news) - Rund 4 Meter hoch und 12,5 Meter lang war ein bisher unbekannter Raub-Dinosaurier aus der Kreidezeit vor etwa 100 Millionen Jahren, dessen Entdeckung schon 1995 in Argentinien gelang, was aber erst jetzt bekannt wurde. Die Skelettreste des riesigen Fleischfressers kamen etwa 25 Kilometer südlich von Plaza Huincul zum Vorschein. In Medienberichten hieß es, dieser Raub-Dinosaurier sei vielleicht sogar größer als Tyrannosaurus und Giganotosaurus gewesen.

Der in Argentinien entdeckte Raub-Dinosaurier erhielt den wissenschaftlichen Namen Mapusaurus roseae. Mapusaurus verdankt seinen Gattungsnamen dem Wort "Erde" in der Sprache der Mapuche, des Indiovolks in Westpatagonien. Der Artname roseae erinnert an die rötliche Färbung des Sandsteins, in dem die Raub-Dinosaurier-Reste geborgen wurden.

Mit seinen rasiermesserscharfen Zähnen war Mapusaurus vermutlich sogar fähig, den bisher größten bekannten Dinosaurier aller Zeiten, den rund 40 Meter langen und bis zu 100 Tonnen schweren Pflanzenfresser Argentinosaurus, zu jagen. Beide Gattungen lebten in der Kreidezeit vor etwa 100 Millionen Jahren.

Ein ausgewachsenes Exemplar des zweibeinig gehenden Raub-Dinosauriers Mapusaurus mit Stummelarmen wog schätzungsweise etwa sechs Tonnen. Dieser Räuber konnte kaum schneller als 20 Kilometer in der Stunde laufen.

Tyrannosaurus1

Stimme eines Tyrannosaurus

An der Fundstelle lagen Skelettreste etlicher Exemplare von Mapusaurus. Deswegen hofft man auf neue Erkenntnisse über das Zusammenleben von Raub-Dinosauriern und über Veränderungen während des Wachstums. Bisher vermutete man, fleischfressende Dinosaurier wie Tyrannosaurus rex seien einsame Jäger gewesen seien. Der Fund so vieler Tiere an einer Stelle dagegen legt nahe, dass sie in einem Rudel zusammengelebt haben, bevor sie bei einer Katastrophe umgekommen sind.

Tyrannosaurus rex ist der bekannteste Dinosaurier-Name und vermutlich die einzige wissenschaftliche Artbezeichnung eines Dinosauriers, die in die Alltagssprache einging. Die erste Entdeckung dieses Raub-Dinosauriers gelang 1902. Tyrannosaurus wurde 1905 von dem amerikanischen Paläontologen Henry Fairfield Osborn (1857–1935) beschrieben. Der etwa 12 bis 15 Meter lange und ca. 6 Meter hohe Raub-Dinosaurier mit einem 1,50 Meter langen Kopf und bis zu 18 Zentimeter langen Zähnen gilt als eines der größten Landraubtiere aller Zeiten. Dieses Monster wog schätzungsweise etwa 7 Tonnen, besaß mächtige Hinterbeine, welche die Hüftregion ungefähr 3 Meter über den Boden erhoben, aber kurioserweise winzige Vorderarme mit nur zwei bekrallten Fingern, die sich nicht zum Ergreifen und Festhalten von Beutetieren eigneten.

Tyrannosaurus wird sehr unterschiedlich als aktiver Jäger, der vor allem Entenschnabel-Dinosauriern (Hadrosauriern) nachstellte, oder als träger Aasfresser, der sich an Kadavern von anderen Raub-Dinosauriern getöteter Tiere gütlich tat, geschildert. Eines der größten und am besten erhaltenen Skelette von Tyrannosaurus wurde 1990 von der Fossiliensammlerin Sue Hendrickson in South Dakota gefunden. Das nach der Entdeckerin als „Sue“ bezeichnete Skelett ist im Field Museum in Chicago aufgestellt.

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